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Donnerstag, 14. Dezember 2017

Letzte Änderung: 23.03.2015
Chronik
Gründung der Trachtenkapelle Konstein

Zur Vorgeschichte:

Bereits in der Vorkriegszeit gab es schon einige Musikanten, die in der Gemeinde Wellheim zu verschiedenen Anläßen spielten.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde von Dr. Bummer aus Gammersfeld eine Blaskapelle ins Leben gerufen. Sie bestand aus heimischen Musikern sowie Musikanten aus dem Sudetenland. Dr. Bummer unterrichtete junge Burschen an Musikinstrumenten und somit wuchs die Kapelle auf 28 Mann an. Nachdem er 1948 von Gammersfeld weg zog, kam Josef Dirschinger als Nachfolger. Anfang der 50er Jahre bei einer Probe im Gasthaus Rübezahl in Wellheim brach die Kapelle, nach einem Streit zwischen dem neuen Kapellmeister und seinen Stellvertreter, Josef Meier, auseinander.

Bild 1 u. 2: FFW-Fest in Hütting Juni 1954 (an dem Tag als Deutschland Fußballweltmeister wurde)

Erich Weigl (damaliger Vorsitzender des Konsteiner Trachtenverein) lag es am Herzen, eine Blasmusikkapelle wieder ins Leben zu rufen. Bei einer Fahrt nach Saal a. d. Donau bei Kehlheim 1967 unterhielten sich Erich Weigl und Alfred Lautner (heimischer Musiker) darüber.

Ein halbes Jahr später lernte man Franz Krizek (Militärmusiker aus dem Sudetenland) kennen. Zusammen fragten sie alle Musiker in der näheren Umgebung wie Emskeim, Altstetten und Tagmersheim, ob sie bei der Gründung einer Blaskapelle mitspielen wollen. Nach einigen miteinander gespielten Proben im Schulhaus in Emskeim wurde es Zeit, einen Kapellmeister zu wählen. Zwei Bewerber gab es hierfür. Schließlich wurde Franz Krizek vor seinem Mitbewerber aus Tagmersheim gewählt. Damit wurde die Trachtenkapelle Konstein 1969 gegründet.

Bild 3: Trachtenkapelle Konstein unter der Leitung von Franz Krizek

Schon bald darauf spielte die Kapelle kleinere Auftritte, wie Festzüge und Heimatabende im Gemeindebereich. In dieser Zeit lernte man auch den Neuburger Musiker Babel Schorsch kennen. Da die Stammformation der Trachtenkapelle am Anfang noch nicht so stark war, wurde sie mit Musikern von der Kapelle vom Babel Schorsch, bei größeren Veranstaltungen, verstärkt. Babel Schorsch schrieb auch die ersten Plattlernoten für die Trachtenkapelle.

1970 kam der erste große Auftritt. Man spielte das Trachtenfest in Konstein. In den folgenden Jahren hatte man bis zu 20 Auftritte in einem Jahr. Gespielt wurde in Bierzelten, auf  Trachtenfesten, Schützenfesten, Musikfesten, Schloßfesten, Wallfahrten, FFW-Festen usw. Die Nachwuchsarbeit übernahm Franz Krizek und Babel Schorsch.

Im Herbst 1976 kam Franz Krizek zum Entschluß, sich ganz der Nachwuchsarbeit zu widmen und kündigte seinen Rücktritt als Kapellmeister der Trachtenkapelle Konstein an. Als Nachfolger wurde Alfred Lautner gewählt.

Die Kapelle hatte am Anfang, unter der Leitung von Alfred Lautner, ein Tief zu überwinden, da Musiker aufhörten und 1977 nur ein Vertragsabschluß zu Stande kam. Die darauffolgenden Jahre verliefen dann wieder erfolgreich; dies wurde mit ca. 25 Spielereien pro Jahr honoriert. Hervorzuheben sind zwei Blasmusik-Faschingsbälle im Schreitmüllersaal in Konstein, die Auftritte in Itter (Österreich) und Herford und das Mittelbayerische Bezirksmusikfest in Wellheim 1980, das zusammen mit der Jura-Jugendkapelle ausgetragen wurde.

Bild 4: Bezirksmusikfest in Bergen 1981 unter der Leitung von Alfred Lautner

Die vereinigten bayerischen Trachtenverbände hielten in München am Sonntag, den 3. Juli 1983, einen Umzug ab. Unter dem Titel "100 Jahre Trachtenvereine in Bayern" trafen sich  25000 Teilnehmer und 70 Musikkapellen. Darunter auch die Trachtenkapelle Konstein.

Nach einer Versammlung im Proberaum, die in der alten Wellheimer Schule war, trat im Herbst 1984 Alfred Lautner zurück. Als dritter Kapellmeister der Trachtenkapelle Konstein wurde Hans Englhard gewählt.

Unter seiner Leitung wurden neben Walzer, Märsche und Polkas auch modernere Stücke einstudiert. Hierfür benötigte man schließlich elektronische Musikinstrumente, die von einigen Musikern erlernt wurden. Über die Jahre hin spielte man Auftritte in gewohnter Weise.

Im Jahreswechsel zwischen 1991 und 1992 spielte eine kleine Besetzung der Trachtenkapelle Konstein (Schutterexpress) im spanischen Velez Rubio (Nationalpark Sierra de Maria). Der Naturpark Altmühltal hat die Patenschaft für den Nationalpark Sierra de Maria übernommen.

1991 erhielt man die Nachricht, daß das alte Schulhausgebäude in Wellheim, als Rathaus, umgebaut werden sollte. Dies hatte zur Folge, das der Proberaum für die Kapelle nicht mehr zur Verfügung stand. Nun begann die Suche nach einen geeigneten Proberaum und das war nicht leicht. Schließlich erhielt die Kapelle Unterschlupf beim Neurenovierten Trachtenheim des Heimat- und Trachtenvereins "D´Schuttertaler" Konstein. Für die Trachtenkapelle stand fest, daß dies nur eine vorübergehende Lösung ist. Man entschied sich kurzerhand, ein eigenes Musikheim zu bauen. Am 18. November 1992 begann der Bau und nach fast einjähriger Bauzeit endete er. Am 12. September 1993 wurde das Musikheim offiziell eingeweiht.

Bild 5: Festumzug Eichstätter Volksfest 1997 unter der Leitung von Hans Englhard

Im Schreitmüllersaal spielten wir live am Muttertag den 11. Mai 1997 im Programm des Bayerischen Rundfunks "Bayern 1 unterwegs" mit. Der staatlich anerkannte Erholungsort Wellheim wurde, über Radio, von Moderator Franz Messner vorgestellt.

Mitte 1997 wurde das 50 jährige Jubiläum des Heimat- und Trachtenvereins "D´Schuttertaler" Konstein am Dohlenfelsen gefeiert. Als Festkapelle spielte die Trachtenkapelle Konstein unter der Leitung von Hans Englhard.

Hans Englhard hat seinen Posten im Herbst 1998 in jüngere Hände gegeben.

Seit diesem Zeitpunkt beginnt die Ära von Jochen Lautner und dauert bis zum heutigen Tag an.

Bild 6: 75 Jahre Donaugautrachtenverband in Ingolstadt am 25. Juni 2000

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